StartseiteStartseite  KalenderKalender  FAQFAQ  SuchenSuchen  MitgliederMitglieder  NutzergruppenNutzergruppen  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Austausch | 
 

 when i'm dying, she does too.

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
McKia
aka. Arizona Robbins <'3
avatar

Anmeldedatum : 31.03.14
Anzahl der Beiträge : 588

BeitragThema: when i'm dying, she does too.   Mo Sep 21, 2015 6:31 pm

when i'm dying, she does too.

Was für eine Ironie, habe ich damals gedacht, als ich aus der Neurologie gelaufen kam. Mit einer Akte in der Hand, hatte ich den Aufzug betreten und war nach unten gefahren, um die Arbeit verlassen zu können.

Es war ziemlich kalt. Der Herbst verwandelte sich langsam in einen angenehmen, ruhigen, aber sehr kühlen Winter - ohne Schnee. Auf dem Weg zu meinem Auto, dachte ich über die Akte in meiner Hand nach. Ich fand keine Lösung für das Problem. Da war keine Lösung - keine medizinische Lösung. Riskieren war in diesem Fall keine Möglichkeit.

Auf dem Weg nach Hause, machte ich einen Schlenker nach rechts, in ein Juweliergeschäft. Eine nette, junge Frau begrüßte mich und fragte, ob ich einen exquisiten Wunsch hätte. "Verlobungsring.", antwortete ich lächelnd und folgte ihr. "Wie lange sind sie denn schon zusammen? Sie und ihre Freundin meine ich.", fragte sie, während sie mit Schlüsseln ein paar Schränke öffnete. Ich reichte ihr den Ring, den ich aus Hopes Schmuck-Schublade genommen hatte und sie nahm diesen als Vorgabe für die Größe. "Etwa vier Jahre vielleicht. Sie ist gerade 27 geworden.", sagte ich lächelnd und folgte den Bewegungen der Juwelierin. "Es wird nun Zeit. Dringend sogar. Ich muss sie endlich heiraten." Die Frau lachte herzlich auf. In ihrer Hand hielt sie eine kleine, braune Holzkiste, wo sich bereits ein paar Modelle befanden. "Okay. Nun kommt der Part, wo Sie sich entscheiden müssen. Entscheiden Sie sich aus dem Gefühl heraus."

Später am Abend, saß ich auf dem Sofa, in meinem Haus und wartete darauf, dass Hope von der Arbeit kam. Ich beobachtete Aaron, wie er in der Küche stand und seinen Kakao umrührte, den ich ihm zuvor gemacht habe. Ryan war früh eingeschlafen und bereits oben in seinem Zimmer. In meiner linken Hand hielt ich das Babyphone, in der Rechten eine kleine dunkelblaue, samtige Schachtel.
Die Tür öffnete sich mit einem Klick und Hope Johnson betrat das Anwesen. "Hey!", rief sie und hing ihren Mantel an den Haken. Sie lief zur Küche, wuschelte Aaron durch die Haare und gab ihm einen Kuss auf die Wange, ehe sie auf mich zukam. Ihr Blick fiel auf das Babyphone, weswegen sie nicht weiter nachfragte und sich zu mir runterbeugte, um mir einen Kuss zur Begrüßung zu geben. "Hey, Babe.", flüsterte sie und strich mir mit ihrer Hand sanft durch die Haare, ihr Lächeln so verzaubernd wie immer.
Ich stellte das Babyphone auf den Tisch, behielt die Schachtel allerdings in meiner Hand. Das fiel Hope auf. "Was ist das?", fragte sie lächelnd und griff danach, doch ich hielt es weit von ihr weg. "Ey!", lachte sie und kletterte über meinen Schoß hinweg, um es zu erfassen, "Komm schon, Chris." Sie stülpte ihre Unterlippe und sah mich aus großen Augen an. Ich schüttelte lächelnd den Kopf. Aus dem Augenwinkel sah ich die Akte wieder auf dem Tisch liegen. Das brachte mein Herz dazu, schneller zu schlagen und ich atmete tief durch.
"Willst du... Willst du meine Frau sein, Hope?", fragte ich sie. "Was?", hauchte Hope mit großen Augen. "Ich habe dich gefragt, ob... du mich heiraten möchtest."
Es wurde still. Aaron stand im Türrahmen und sah mich grinsend an, nippte fröhlich an seinem Kakao. Hope hingegen sah eher erstaunt aus. Aber ein positives Erstaunt-Sein. "Oh Gott... Ich... Ja, natürlich!" Sie klatschte in die Hände und warf ihre Arme um meinen Hals, küsste mich rasch auf den Mund und griff nach dem Schächtelchen. Diesmal ließ ich sie und sah mit einem ehrlichen Lächeln zu, wie sie es öffnete und sich den Verlobungsring ansah, ihn vorsichtig in ihren Fingern umher bewegte.




Es war bereits vier Monate her und Hope war noch immer so aufgeregt, wie in dem Moment, als ich ihr den Antrag machte. Als wir an einem Wochenende - Aaron, Ryan, Hope & Ich - zu Amelia und Owen nach Seattle fuhren und Amelia fragte, wann es soweit wäre, antwortete ich: "Im Juni, am 1." Hope hatte mich erstaunt angesehen, doch ich ignorierte das einfach. Ich hatte alles geplant, bis zur letzten Minute. Juni war ein wichtiger Monat für mich und ich wollte keine Zeit verschwenden. Ich wollte Hope endlich meine Frau nennen können.

Als wir in der Nacht darauf im Bett lagen, sie ein Brautmagazin in der Hand hielt und ich einfach nur an die Decke sah, nahm Hope einen tiefen Atemzug. "Wieso jetzt? Hat es einen bestimmten Grund, wieso du mich ausgerechnet schon im Juni heiraten willst? Wieso hast du das alles geplant?" "Wieso? Willst du nicht im Juni heiraten?" Hope schüttelte schnell den Kopf und legte ihr Magazin beiseite, um sich auf die Seite zu drehen und mich ansehen zu können. "Nein, aber... wieso? Ich habe die ganze Zeit nur innerlich das Gefühl, dass du mir etwas verschweigst, Chris." Ich legte mir meine kühle Hand an die Stirn und sah aus dem Augenwinkel zu ihr, ehe ich sagte: "Mach dir keine Sorgen, Hope, okay? Bitte." Sie stutzte nur und zuckte mit den Schultern. Sie legte ihre Arme um meinen Oberkörper und legte ihren Kopf auf meiner Brust ab. Ich schnipste mit den Fingern und das Licht ging aus.
"Gute Nacht, Chris. Ich liebe dich.", flüsterte Hope und drückte sich etwas fester an mich. Ich legte meinen Arm um sie. "Ich dich auch, Hope. Schlaf gut."




Nur noch ein einziger Monat stand uns bevor, bis der 1. Juni war und Hope und ich uns die ewige Liebe schworen.
Ich saß im Röntgenraum, neben dem Chief und wir begutachteten eine Aufnahme. "Sieht nicht gut aus.", sagte er und seufzte leise, "Er wächst schnell." Ich nickte und fuhr mir mit den Händen durchs Gesicht, die Schweißperlen von meiner Stirn.
"Chris. Du hast nicht mehr lange Zeit. Dir ist das bewusst, oder?", fragte Paul aufeinmal und berührte mich an der Schulter, "Willst du das wirklich... riskieren?"
"Ich riskiere nichts. Das ist es ja. Ich riskiere es nicht. Wenn ich es riskieren würde, dann wäre ich jetzt schon tot und würde unten, neben den ganzen anderen Leichen eingeschlossen, in einem kleinen Schränkchen liegen. Glaub mir, Paul, ich weiß, was ich tu."

Ich kam Zuhause an und schloss die Haustür hinter mir. Der Kater sprang mir entgegen und rieb sich begrüßend an meinem Bein, bevor er wieder in seiner Ecke verschwand und es sich gemütlich machte.
Es war ruhig - Hope war vermutlich bereits im Bett, genauso wie Ryan und Aaron. Ich machte mich auf den Weg in mein Arbeitszimmer, wo ich mich instinktiv an den Schreibtisch setzte und eine Schublade öffnete, indem ich einen kleinen Code eingab. Ich holte einige Zettel heraus - überall waren nur noch die Lücken frei, wo ich unterschreiben sollte.

Ich hatte keine Ahnung, dass das, was ich unterschrieb, endgültig war. Okay. Doch... Ich hatte gewiss Ahnung... Es tat weh, schrecklich weh. Und doch wieder gut.




Der Tag war endlich gekommen. Ich war früh am Morgen aufgestanden. Am Abend zuvor war ich mit schrecklichen Kopfschmerzen eingeschlafen - zum Glück waren diese Schmerzen weg, als ich meine Augen öffnete und mir die frühe Morgensonne entgegenschien. Ich lag im Gästezimmer - denn Hope hatte das Schlafzimmer übernommen. Wir hatten uns einfach entschieden, den Garten zu nehmen. Denn der Garten, der um unser Haus gebaut war, war riesig. Ein riesiges Grundstück - mit viel Platz. Besonders für viele Stühle und einen schön aufgebauten Altar.
Ich sah aus dem Fenster und erkannte einige bekannte Gesichter. Darunter Owen, welcher mit Chloe diskutierte. Die junge Ärztin richtete die Stühle, alle an ihre jeweiligen Plätze und schrie, soweit ich es erkennen konnte, sogar ein paar Mal rum.
"Guten Morgen, Buddy. Bist du soweit?", fragte Paul und öffnete die Tür. Ich drehte mich ihm zu und lächelte. "Denk schon. Ist alles fertig? Die Hochzeitstorte?" Er nickte. "Gut. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen."

Im Laufe des Tages, hatte ich noch einige Kleinigkeiten erledigt. Die letzten Unterschriften abgegeben, die verschiedenen Papiere in einen Briefumschlag getan und sorgfältig auf dem Schreibtisch sortiert. Ich hatte mich natürlich irgendwann fertig gemacht und mir meinen schwarzen Anzug übergezogen.
Hier und da, hatte ich mich hinsetzen müssen, um wieder zu Atem zu kommen. Doch sonst war nichts weiter Dramatisches passiert.

Ich wurde von meiner Mutter zum Altar begleitet, wo ich mich hinstellte und den Gästen ein strahlendes Lächeln zuwarf.
In der ersten Reihe saßen meine Mom, neben ihr ihr Freund, Jason. Dann waren da Amelia und Riley. Arizona und Callie waren da, Megan Chase, genauso wie Meredith. Cristina. Maggie. Webber. Alle hatten sich versammelt, um Hopes und meinen Tag zu feiern - unsere Vermählung. Heirat. Ehegelübde.
Chloe und Paul tauchten am Ende des riesigen Ganges auf, gingen lächelnd auf den Altar zu, ehe sie sich trennten und auf die jeweiligen Seiten stellten.
Paul klopfte mir grinsend auf die Schulter, bevor er den Blick wandte und meinem Blick folgte.

Hope... Sie ging auf mich zu, den Blick hatte sie mal gesenkt, mal gehoben. Sie war wunderschön. Sie trug ein langes, weißes Kleid. Mit Spitze und Glitzer - aber nur dezent. Ihr Haar war offen und geflochten, ein Schleier war mit einer silbernen, ebenso glänzenden, Haarklammer befästigt. Owen hielt ihren Arm und ich konnte sehen, wie schwer es Hope fiel, überhaupt auf den Beinen zu stehen. Sie umklammerte den Arm ihres Adoptivvaters mit ganzer Kraft.

"Ich bin stolz auf dich, Mäuschen.", flüsterte Owen und gab Hope einen sanften Kuss auf die Wange, ließ ihre Hand los. Hope ging mit überraschend sicherem Schritt, die Treppe hoch und stellte sich mir gegenüber. Sie sah mich aus ihren großen, blauen Augen an. Das Lächeln auf ihrem Gesicht war... perfekt. Sie sah so glücklich aus. Das war es wert. Das war das Warten definitiv wert.

Ich hatte meine Augen, die ganze Zeit über, nur auf Hope gerichtet. Ihre Hände in meinen.

"Hope Johnson... Ich kann mich noch an den Moment erinnern, als ich dich das erste Mal sah. Als Amelia dich zu uns brachte und dich mir vorstellte. 'Chris, das ist Hope, Hope, das ist Chris. Neurochirurg, hier im Kirena, viel Spaß.' Es war durchaus tollpatisch und peinlich, aber du hast mich von dem Tag an, immer aufs Neue zum Lächeln gebracht, mein Herz aus dem Rhythmus gebracht. Wenn ich dir in die Augen sehe, dann sehe ich Zukunft. Dinge, die uns verbinden. Ryan und Aaron, die Arbeit, die Liebe, das Vertrauen. Und vorallem halten wir zusammen. In guten, als auch schlechten Zeiten. Wenn du geweint hast, habe ich dich getröstet. Und wenn du glücklich warst, waren wir es gemeinsam." Hopes Lächeln verging. Ich redete in der Vergangenheit. "Und ja... Herr Gott. Ich will dich zur Frau nehmen. Hope, ich liebe dich. So. Sehr." Sie sah mich an, sie weinte und sie lachte und schluchzte. Und als ich den Ehering entgegennahm und ihn an ihren Finger ansetzte, sah sie mich lange an. Ihr Blick durchbohrte mich.

Sie sah es. Und genau das - das, was sie in meinen Augen sehen konnte -, brachte sie dazu, ihre Hand wegzuziehen. Der Ring viel zu Boden, landete mit einem leisen Klirren auf dem Holz. Sie schüttelte den Kopf. "Nein, Chris... NEIN."

Es war die Leere, die sie sah. Die Verfärbung meiner Augen - das Grau, das meine Iris langsam in Beschlag nahm. Die Weitung meiner Pupillen, die Tränen in meinen Augen. Sie sah den Tod.

Ich hatte vergessen, eine Sache zu sagen. Wir konnten fühlen - wir fühlten einander. Wenn sie weinte, weinte ich mit ihr. Wenn sie schrie, schrie ich mit ihr. Wenn sie Schmerzen hatte, litt ich mit ihr.

Hopes Arme umklammerten meinen Körper, so fest es ging. Ihre Finger krallten sich in mein Jarket, sie wandte sich und schrie und vergrub ihr Gesicht in meinem Hemd.

"Ich liebe dich so sehr.", hauchte sie in mein Ohr und küsste mich.

Wenn ich sterbe, stirbt sie mit mir.




xxxxxxxxxxxx

______________________________________

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen http://kirena-rpg-hospital.forum-aktiv.com
 
when i'm dying, she does too.
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
KiRena RPG Memorial Hospital :: NEBENSTORYS. :: HopexChris-
Gehe zu: