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 Bye.

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AutorNachricht
McKia
aka. Arizona Robbins <'3
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Anmeldedatum : 31.03.14
Anzahl der Beiträge : 588

BeitragThema: Bye.   Sa Sep 12, 2015 5:42 pm


"You fall too hard, Chloe. Please do yourself a favor and just forget what Love is like."

Es war schon schwer, mir das schwarze Kleid über den Kopf zu ziehen und den Reißverschluss zuzumachen. In den Spiegel zu sehen und mich zu betrachten. Hellrote Haare, die mir bis zu den Brüsten gingen, ein schwarzes Spitzenkleid, dazu passende, hohe Schuhe. Wozu tat man das? Wozu zog man sich formell zu einer Beerdigung an? Wieso konnte es nicht mir überlassen sein, wie ich das mache? Wie ich trauere. Wie ich zur Beerdigung meines Vaters kam, ob in Jogginghose oder Hosenanzug. Das tat doch nichts zur Sache. Das machte den Tod meines Daddys nicht rückgängig und ich wollte den Tod nicht ehren.

"Bye, Daddy."

Nackt tappste ich durch die Wohnung eines, mir eigentlich so gut wie fremden, Mädchen und holte mir Wasser aus der Küche. "Wieso bist du wach?", fragt eine weibliche Stimme mich und ich drehe mich abrupt herum. "I-ich?" "Ja, wer sonst ist in meiner Wohnung und hat mir heute so um die 12 Orgasmen geschenkt?" Ich lachte leise und nervös, als die Blondine auf mich zuging und mich vorsichtig gegen den Kühlschrank drückte. Meine roten Haare fielen nach hinten und sie küsste meinen Nacken. "Vergiss ihn einfach. Deinen Vater. Vergiss ihn." Ich nickte, hypnotisiert von dem Gefühl, dass sie mich fühlen ließ. Ihre Lippen fuhren über mein Schlüsselbein und zurück zu meinem Gesicht, bis sich unsere Münder wieder berührten. "Sarah.", flüsterte ich und legte meine Arme um ihren Nacken. "Ja, Chloe, später." Ich nickte und gab mich dem Kuss hin.
Später in der Nacht, eigentlich am nächsten Tag, lag ich auf dem Boden und lachte laut. Sarahs Kichern mischte sich mit ein und ich spürte, wie weitere Flüssigkeit meine Mundwinkel hinabrinnte. Alles drehte sich und nichts ergab mal Sinn, doch vorallem hatte ich vergessen. Vergessen, warum ich da war und warum alles wehtat. Ich hatte immer wieder nach dem Alkohol gegriffen.
Und ich hatte selber nicht bemerkt, wie die Tage vergingen und an mir vorbeihuschten, ohne dass ich auch nur einmal die Schule besuchte oder Zuhause auftauchte.


"CHLOE.", schrie Sarah und hielt mich an den Handgelenken fest. Ich lachte, denn ich verstand nicht, was sie meinte. "Ich liebe dich, Sarah, sooo sehr.", stammelte ich und vergrub mein Gesicht wieder in ihren Brüsten, "Suuuu sehr." "Chloe. Chloe, hör auf!" Mit einem Ruck hatte sie mich von sich geschubst und ihren Körper mit der Bettdecke verdeckt. "Du bist high. Sag sowas nicht.", murmelte sie mit gekränktem Blick, "Sag das nicht oder du machst alles kaputt." Ich saß einfach da und starrte Sarah an. Ich wusste was ich gesagt hatte und ich hatte es auch ernst gemeint. "Ich liebe dich, Sarah, ich meine es Ernst.", flüsterte ich mit zitterender und angestrengter Stimme, um es der Blonden verständlich zu machen. Sie schüttelte den Kopf. "Dann verpiss dich jetzt. Dann kann ich das nicht." Ihre Stimme riss mir das Herz aus dem Leib, schnürte meine Kehle ein und brachte mich dazu, das Gefühl zu haben, zu sterben. Ich schüttelte den Kopf. "Nein, Sarah. Bitte." Sie stand auf und ich folgte ihr ins Wohnzimmer, sie sammelte meine Klamotten vom Boden auf und warf sie mir entgegen. "Chloe.", flüsterte Sarah und drehte sich zu mir um. "Chloe, du verliebst du so schnell und zu doll und... das ist gefährlich. Bitte tu dir etwas Gutes indem du einfach vergisst, wie sich das anfühlt. Du manipulierst dich ja selber!" Ich verdrängte die inneren Schreie. Doch als ich vor der Tür stand, verlor ich die Kontrolle.

"Bye, Sarah."


"Vielleicht hatte sie ja Recht, Chloe. Vielleicht verliebst du dich wirklich zu schnell. Und jetzt gib mir das." Callie griff nach dem Whiskey in meiner Hand und stellte ihn hinter sich auf den Tresen. "Das ist doch schon lange her. Kannst du es nicht einfach vergessen?" "Konntest du vergessen, dass Arizona dich betrogen hat? Oder dass Mark gestorben ist? Oder... keine Ahnung. Kannst du das alles vergessen?", fragte ich wütend. Callie schüttelte den Kopf, legte ihre Hände auf meine Schultern, um mich zurück aufs Sofa zu drücken. "Nein, Süße, aber vielleicht steigerst du dich da viel zu sehr hinein." Sie strich mir mit den Fingern durch die schwarzen Locken und lächelte sanft. Ich nickte und sah seufzend zu Boden.
"Babe?" Callie sah auf und begegnete dem Blick ihrer Frau, welche den Kopf schüttelte und dann zu mir sah.
"Was ist los?", fragte ich verwirrt und setzte mich wieder gerade auf, um Arizona ansehen zu können.
"Oh Gott." Es wurde mir nach einigen Sekunden klar. "War klar. Jetzt kommt auch noch ein verfickter Tumor dazu."

Das zweite Mal zog ich mir ein schwarzes Kleid an. Steckte meine Haare hoch, trug dunkles MakeUp auf und trug dazu die selben hohen Schuhe, wie ich sie damals getragen habe.
Ich stand neben Arizona, welche meine Hand hielt und starrte auf die Blumen hinab. In das Loch, auf den hellen Sarg.

Ich nahm einen tiefen Atemzug, drückte Arizonas Hand noch fester und sagte leise, kraftlos: "Bye, Mama."

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