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 Two boys and a girl.

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Shepherdess
aka. Amelia Shepherd :D
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BeitragThema: Two boys and a girl.   Sa Sep 12, 2015 4:51 pm


> HOPE JOHNSON (17)
Ich saß in Nolans Bett, - nur die leichte, hellblaue Bettdecke um meinen nackten Körper gelegt -  und beobachtete ihn. Er lief hin und her und telefonierte. Ich wusste nicht, mit wem er telefonierte, aber es beruhigte mich, ihn zu beobachten. Vielleicht telefonierte er mit einem unserer Freunde, Felix, oder James. Sie hatten sich, wie alle unserer anderen Freunde vor kurzer Zeit von uns abgewandt, da sie fanden, dass das was wir taten, krank war. Wie konnte etwas, was einen so glücklich macht, krank sein?

Ich blickte mich um. Nolans Wohnung war einfach und nicht besonders groß. Es gab nur unser Schlafzimmer, was nur durch einen Durchgang mit der Küche verbunden ist. Vom Schlafzimmer aus, kam man auch direkt ins Bad. Der Flur, der in das Schlafzimmer führte, war etwa 4 m² groß. Eine richtige Inneneinrichtung hatte Nolan nicht. Im Flur stand nichts, außer einer Kommode mit Schuhen drin. Im Schlafzimmer war nur ein großes Bett mit Nachttischen auf beiden Seiten. Das Bett und die Nachttische waren schwarz. Auf der Gegenüberliegenden Wand war ein Tisch mit einem kleinen Fernseher drauf. Die Küche und das Bad, waren wie jedes andere Bad, oder jede andere Küche auch. Ich sah auf den Boden und biss mir auf die Lippe.

Es war unordentlich und leere Flaschen diverser Flüssigkeiten lagen auf dem Boden. Bei Mr. Miller sah es genauso aus. Als ich an meinen Adoptivvater dachte, begann mein Herz vor Angst schneller zu schlagen. Ich atmete etwas schneller und berührte meinen linken Oberschenkel, wo ich wegen ihm einen höllischen blauen Fleck hatte. Doch nicht nur da. Überall. Und das schlimmste daran war, das Nolan Angst hatte, mich zu berühren. Doch nichts wahr heilender, als seine Berührungen. Denn seine Berührungen waren sanft. Er tat mir nicht weh. Er hat mir noch nie wehgetan und er würde es niemals tun.

Nolan legte auf und kam auf das Bett zu. Er setzte sich vor mich, legte seine Hand auf meine Wange und küsste mich sanft. Ich lächelte in den Kuss hinein. „Wir haben kein Oxy mehr.“, murmelte er, als er wieder aus dem Bett aufstand. Ich blickte auf den Nachttisch neben mir. Die kleine Dose war leer. „Ich hab einen Freund angerufen, er kommt gleich vorbei. Also zieh dir lieber was an.“ Er grinste mich an, beugte sich herunter und drückte mir einen Kuss auf die Stirn, bevor er sich umdrehte und in die Küche ging. Ich schlüpfte aus dem Bett und begann sofort eine Gänsehaut. Die Bettdecke war so warm gewesen und außerhalb des Bettes war es so kalt. Ich wühlte durch meine Sachen und zog mir ein bis zu den Oberschenkeln langes, rot kariertes Hemd und eine schwarze Unterhose an. Bekleidet ging ich ebenfalls in die Küche und setzte mich auf die Küchenplatte. Nolan grinste mich an und drückte mich an ihn. Ich lachte leise, als er begann, meinen Hals zu küssen. Seine Lippen waren die weichsten, die ich je gespürt hatte. Ich genoss jede seiner Berührungen, die Klingel seiner Wohnung ließ ihn stoppen und er drehte sich abrupt um und ging auf die Türe zu.

Ich blieb auf der Küchenplatte sitzen, überkreuzte nun aber meine Beine. Ein Typ, der etwa zwei Jahre älter war als wir, kam mit Nolan in die Küche. Er musterte mich und pfiff. „Nolan. Guter Fang.“, lachte er und holte eine Dose, die perfekt in seine großen Hände passte hinaus. Ich mochte ihn nicht. Ich mochte es allgemein nicht, wenn jemand anderes außer Nolan etwas über mein Aussehen sagte. Nolan bemerkte es und lächelte mir liebevoll zu. Sein Lächeln war das Schönste, was ich kannte und ich wusste nicht, wie ich so lange ohne dieses Lächeln überleben konnte. Nolan gab dem Typen das Geld, was er verlangte und ich hoffte er würde wieder gehen. Er ging nicht. Er setzte sich auf einen der Stühle, die an dem kleinen Tisch in der Küche standen. Ich sprang von der Arbeitsplatte und nahm das Döschen voll mit kleinen, runden Tabletten. Ich blickte Nolans Freund an, ohne meine Mundwinkel nur einen Millimeter zu heben und verließ die Küche. Während Nolan mit dem Typen redete, bereitete ich zwei Spritzen vor. Ich setzte mich auf meine Seite des Bettes und wartete geduldig, bis Nolans Freund die Wohnung verließ.

„Nolan, Felix und so haben mich letztens angerufen. Sie sagen, dass das was wir machen krank ist und dass wir aufhören sollen. Ich- ich weiß nicht, ob sie Recht haben.“, sagte ich, als wir wieder in seinem Bett lagen. Neben uns waren leere Spritzen und es war schon Abend geworden. „Ich habe Angst, dass sie Recht haben.“ Ich drehte mich zu ihm, um ihm direkt in die hellbraunen Augen zu schauen. Nolan zog mich an seinen warmen Körper. Eines meiner Beine legte ich über seinen Oberkörper und blickte ihn an, als er mir eine blonde Strähne hinters Ohr steckte. „Sie verstehen uns nicht. Sie sehen nicht richtig hin. Sie sehen nur das, was sie sehen wollen, Hope. Sie haben keine Ahnung. Sie sind viel zu beschäftigt, das Oberflächliche zu sehen, sodass sie uns nicht sehen. Sie sehen nur die Einstichstellen in deinem Arm, aber sie sehen nicht, die Sterne die in deinen Augen funkeln.“ Ich lächelte Nolan bei seinen Worten an. „Ich liebe dich, Nolan.“ Er grinste. „Und ich liebe dich, Hope. Wir werden das Schönste Leben haben. Wir werden heiraten, nicht wahr? Wir werden die glücklichsten Menschen werden. Wir werden Kinder haben. 2 Jungs und ein Mädchen.“ Bei der Vorstellung lachte ich glücklich. Zwei kleine dunkelhaarige Jungen mit blauen Augen und ein blondes Mädchen, mit den braunen Augen ihres Vaters. „2 Jungs und ein Mädchen.“, wiederholte ich flüsternd und setzte mich auf. „Wie fändest du… Josh, Finn und Hailey?“, fragte ich, während Nolan mit seinen Fingern über meine Wirbelsäule fuhr. „Oder Jessica, Mike und Toby?“ Ich drehte meinen Kopf in Nolans Richtung. „Wie fändest du Hannah für das Mädchen? Die Jungennamen kannst du entscheiden.“ Ich blickte ihn glücklich an. „Deal. Wir werden ein wundervolles Leben haben.“ Ich warf mich zurück in die Matratze und blickte auf meine rechte Seite. Leere Spritzen lagen auf dem Nachttisch. Ich zog meine Augenbrauen zusammen. Nolan hatte Recht, die anderen hatten keine Ahnung. Sie verstanden uns nicht.

„Wünschst du dir manchmal, dass du nicht angefangen hättest?“, fragte Nolan und presste seine Brust gegen meinen Rücken. Seine Haut war so warm und ich schloss meine Augen. „Nein.“, antwortete ich. „Wir hätten uns so nicht kennengelernt.“ Ich hörte, wie er lachte. Es war ein wunderschönes Geräusch – mein Lieblingsgeräusch. „Wir hätten uns auch ohne die Drogen kennengelernt. Es ist Schicksal. So, oder so hätten wir uns kennengelernt.“, hauchte er und ich spürte seinen Atem auf meinem Nacken. Gänsehaut. „Dann… bereue ich es trotzdem nicht.“ Ich lächelte und blickte auf die volle Dose mit den Tabletten drin. Wir müssten genug für eine Woche, oder vielleicht sogar etwas länger haben. Glücklich schloss ich meine Augen. Nolans Hand wanderte auf meinen Bauch. „Zwei Jungs und ein Mädchen.“, sagte er und zog mich fester an seinen Körper. „Unsere Tochter wird Daddys little girl.“, sagte er. „Ich weiß.“, hauchte ich. „Sie wird wunderschön. Wie du.“ Ich lächelte und legte meine Hand auf seine. „Verlass mich niemals, Nolan.“, flüsterte ich, als er mir Küsse auf den Nacken hauchte. „Niemals.“

Er tat es nicht. Er hätte mich niemals verlassen, doch ich tat es. Ich verließ ihn, als er nicht mit mir in den Entzug ging. Mein Kopf wusste, dass es das Richtige war, doch mein Herz zerbrach. Es war falsch, die Person die man mehr liebte, als alles andere auf der Welt zu verlassen. Ich zerstörte unsere Zukunft. Zwei Jungs und ein Mädchen.

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